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How globalization changes capitalism, the economy and politics

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Der nächste bailout – Kalifornien?

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Der Amerikanische Bundesstaat Kalifornien droht unter seiner Schuldenlast von bis zu 40 Milliarden US Dollar zu ersticken. Erstaunlich wenn man bedenkt dass es sich dabei um ein wirklich produktives Land handelt. Kalifornien bringt die acht größte Wirtschaftsleistung der Welt. Die Immobilienkrise, die eine weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise ausgelöst hat, kommt hier ganz schwer zum Durchbruch. Der Traum vieler Menschen eine Haus zu kaufen hat sich in einen Alptraum verwandelt. Regionen die zu den reichsten der Welt zählen, mit einem durchschnittlichen Familieneinkommen von fast 200000 Dollar, müssen mit Suppenküchen und Essensmarken ihre Bewohner unterstützen. Viele können sich ihre überteuerten Hypotheken nicht mehr leisten.

Aber so wie die private Haushalte leiden stehen auch die öffentlichen Finanzen Kaliforniens vor einem Kollaps. Schulden hat es schon seit geraumer Zeit gegeben, aber bisher konnte man Budgetlöcher immer durch den Gang an die Kapitalmärkte stopfen. Das ist in Zeiten der Krise nicht mehr so einfach. Deshalb hat Treasurer Bill Lockyer US Finanzminister Geithner um Hilfe gebeten. Kommt diese Hilfe nicht wird im Juli das Geld ausgehen. Eine Schwierigkeit ist, dass die Verfassung den Handelsspielraum des Bundes einschränkt. Lockyer braucht zur Überbrückungsfinanzierung Garantien vom Bund, weil das Vertrauen in die Zahlungsfähigkeit Kaliforniens angeschlagen ist. Das ist aber Verfassungsrechtlich nicht möglich. Versucht wird jetzt der Umweg über die Banken, die aus dem 700 Milliarden Dollar Rettungspacket der Regierung die erhofften Garantien bekommen sollten. Es handelt sich dabei nicht um eine direkte Hilfestellung für Kalifornien sondern um Garantien für die Banken die ihrerseits das nötige Kapital der öffentlichen Hand zur Verfügung stellen.

Written by Alfred

25. May 2009 at 10:23 am

UK Schuldenlast im Visier von S&P

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Obwohl einiges darauf hinweist, dass sich der Abschwung der Wirtschaft in den letzten Wochen etwas verlangsamt hat ist eines sicher: Die Globale Weltwirtschaft befindet sich nachwievor am Rande des Abgrunds. Der Stein der da ins rollen kommen könnte um damit eine massive Lawine auszulösen, sind die bereits entstandenen und noch zu erwartenden Schuldenlasten der westlichen Regierungen, allen voran der USA (siehe post). Das Verhältnis der Staatsschulden zur Wirtschaftsleistung ist bei fast allen westlichen Regierungen sprunghaft in die Höhe geschnellt. Den Machthabern sind durch die Finanz- und Wirtschaftskrise die Hände gebunden. Zumindest ist es uns so erzählt worden. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass Schulden in der Zukunft belastend wirken und daher schnellst möglich wieder abgebaut werden müssen. Die Ratingagenturen scheinen das mittlerweile verstanden zu haben. Man beginnt bereits lautstark über das Tripple A Rating der U.S.A. nachzudenken, und heute hat auch die Standard & Poor’s Ratingagentur den Ausblick für Großbritannien von stabil auf negativ herabgestuft. Noch wurden die Kreditwürdigkeit für Langzeit mit ‘AAA’ und Kurzeit mit ‘A-1+’ bestätigt, trotzdem ist es das erste mal dass das Land auf der negative Liste von S&P ist.

Written by Alfred

21. May 2009 at 2:24 pm